2,33 Prozent Zinsen. Täglich gutgeschrieben. Ohne Aktionszins-Falle, ohne Tagesgeld-Hopping alle drei Monate. So bewirbt UnitPlus das ZinsPlus-Produkt. Und ja, das klingt erstmal nach der perfekten Lösung für alle, die ihr Geld parken wollen, ohne ständig den Anbieter zu wechseln.
Aber halt. Zwischen der Werbung und der Realität liegen 0,55 Prozent Gebühren, ein Geldmarkt-ETF statt eines echten Sparkontos und ein Sicherheitsmodell, das sich von klassischer Einlagensicherung unterscheidet. Also hab ich mir das Ganze genau angeschaut. Hier sind meine UnitPlus Erfahrungen nach gründlicher Analyse.
| Anbieter | UnitPlus InnoInvest GmbH, Berlin (Affiliate-Link | Werbung) |
| Produkt | ZinsPlus (Geldmarkt-ETF, BNP Paribas) |
| Brutto-Zins | 2,33 % p.a. (April 2026) |
| Gebühren | 0,50 % Nutzung + 0,05 % ETF-Kosten = 0,55 % p.a. |
| Netto-Rendite (ca.) | ~1,78 % p.a. |
| Zinsgutschrift | Täglich |
| Mindestanlage | Keine |
| Sicherheit | Sondervermögen (KAGB), nicht Einlagensicherung |
| Partner | UniCredit, Aion Bank, Finax |
| Karte | Mastercard Debit (virtuell gratis, physisch 20 EUR) |
| Trustpilot | 4,4 / 5 (503 Bewertungen) |
UnitPlus ZinsPlus liefert 2,33 % brutto, aber nach 0,55 % Gebühren bleiben nur ~1,78 % netto. Trade Republic zahlt 2,00 % ohne Gebühren (Stand April 2026). UnitPlus lohnt sich ab 100.000 Euro, weil das Sondervermögen unbegrenzten Schutz bietet. Unter 100.000 Euro? Klassisches Tagesgeld ist günstiger. Wer den gleichen Geldmarkt-ETF selbst kauft, spart die 0,50 % Nutzungsgebühr.
Was ist UnitPlus eigentlich?
UnitPlus ist ein Berliner Fintech, das dein Geld automatisch in Geldmarkt-ETFs investiert, statt es auf einem Sparkonto liegen zu lassen. Du bekommst täglich Zinsen, kannst per Mastercard bezahlen, und dein Vermögen ist als Sondervermögen geschützt. Der Nachteil: 0,55 Prozent Gebühren pro Jahr reduzieren die Netto-Rendite auf etwa 1,78 Prozent.
UnitPlus ist ein Berliner Fintech, gegründet 2021 von Fabian Mohr (ehemaliger Fondsanalyst mit 2 Milliarden Euro verwalteten Assets), Kerstin Schneider (7 Jahre Finanzberatung bei zeb) und Sebastien Segue (CTO, vorher bei Klarna und BillPay). So weit, so solide. Die Firma nennt sich selbst "Neo Asset Manager".
Im Oktober 2024 hat UnitPlus eine Seed-Runde über 4,7 Millionen Euro abgeschlossen (FinanceFWD). Und die Investorenliste ist interessant: Pact VC (UK), Seed X (Liechtenstein), und als Business Angel unter anderem Martin Zielke, der ehemalige Commerzbank-Chef. Das verwaltete Vermögen lag Mitte 2024 bereits über 100 Millionen Euro (FinanceFWD).
Die Idee: Statt dein Geld auf einem Girokonto versauern zu lassen, investiert UnitPlus es automatisch in ETFs. Und du kannst trotzdem mit einer Mastercard bezahlen, weltweit, ohne Gebühren. Gut, etwas vereinfacht. Aber im Kern stimmt es.
Die Produkte: Mehr als nur ZinsPlus
UnitPlus bietet sechs Produktlinien an. Hier die Übersicht, sortiert nach Risiko:
| Produkt | Was steckt drin | Erwartete Rendite | ETF-Kosten |
|---|---|---|---|
| ZinsPlus | Geldmarkt-ETF (BNP Paribas), orientiert am EZB-Zins | ~2,33 % brutto | 0,05 % |
| CashPlus | Xtrackers EUR Overnight Rate Swap ETF (DWS) | ~2,30 % brutto | 0,10 % |
| FestPlus | Xtrackers Target Maturity EUR Corporate Bond 2027 | ~3,65 % brutto | 0,12 % |
| MultiPlus | 70 % Aktien, 30 % Anleihen (Goldman Sachs) | 4-7 % | 0,27 % |
| Berg-Serie | 5 Risikostufen (Zugspitze bis Mt. Everest), global, ESG | 4-9 % | 0,17 % |
| AktienPlus | Aktive ETFs mit J.P. Morgan, reiner Aktienmarkt | 8-10 % | 0,26 % |
Für diesen Artikel konzentriere ich mich auf ZinsPlus, weil das der direkte Tagesgeld-Konkurrent ist. Aber gut zu wissen: UnitPlus ist kein One-Trick-Pony. Wer langfristig investieren will, findet auf Renditerezept auch Analysen zu ETFs und Einzelaktien.
ZinsPlus: So funktioniert die Tagesgeld-Alternative
Du lädst dir die App runter, identifizierst dich per VideoIdent (dauert etwa 10 Minuten) und überweist Geld auf dein UnitPlus-Konto. Das Geld fliesst automatisch in einen Geldmarkt-ETF von BNP Paribas Asset Management.
Dieser ETF bildet den europäischen Kurzfristzins (Euro Short-Term Rate, kurz: EUR-STR) ab. Der wird täglich von der EZB festgelegt. So simpel ist die Mechanik: Wenn die EZB den Leitzins anhebt, steigt deine Rendite. Und wenn sie senkt, fällt sie. Kein Aktionszins, kein Kleingedrucktes. Die Zinsen werden täglich gutgeschrieben, nicht monatlich oder jährlich wie bei den meisten Banken.
Und jetzt der Clou: Du bekommst eine Mastercard dazu. Damit kannst du weltweit bezahlen, ohne Fremdwährungsgebühren. Bei jeder Zahlung verkauft UnitPlus im Hintergrund ETF-Anteile, um die Transaktion zu decken. Dazu gibt es 0,10 Prozent Cashback auf Kartenzahlungen.
Das Konzept ist clever. Dein Geld arbeitet bis zur letzten Sekunde, bevor du es ausgibst. Bei einem normalen Tagesgeldkonto müsste das Geld erstmal auf dem Girokonto landen, bevor du zahlen kannst. Bei UnitPlus entfällt dieser Zwischenschritt.
Was kostet UnitPlus?
UnitPlus berechnet 0,50 Prozent pro Jahr auf dein investiertes Vermögen. Dazu kommen 0,05 Prozent ETF-Kosten für ZinsPlus (andere Produkte kosten bis zu 0,27 Prozent). Macht zusammen 0,55 Prozent p.a.
Rechnen wir das durch. Bei 10.000 Euro:
- Brutto-Ertrag (2,33 %): 233 Euro
- Gebühren (0,55 %): 55 Euro
- Netto-Ertrag: 178 Euro (1,78 %)
Und bei 50.000 Euro? Dann sind das 275 Euro Gebühren im Jahr. Klingt erstmal nach wenig. Aber verglichen mit einem kostenlosen Tagesgeldkonto bei Trade Republic (2,00 % ohne Gebühren) oder der ING (aktuell Aktionszins) zahlst du bei UnitPlus drauf.
Wobei: Der Vergleich hinkt ein bisschen. Trade Republic zahlt 2,00 Prozent. UnitPlus ZinsPlus liegt brutto bei 2,33 Prozent, netto bei 1,78 Prozent. Trade Republic gewinnt also beim reinen Zinsergebnis. Aber UnitPlus bietet dafür etwas, das Trade Republic nicht kann: unbegrenzten Schutz über 100.000 Euro.
| Kriterium | UnitPlus ZinsPlus | Trade Republic | ING Tagesgeld |
|---|---|---|---|
| Zins (brutto) | 2,33 % | 2,00 % | Aktionszins variabel |
| Gebühren | 0,55 % p.a. | 0,00 % | 0,00 % |
| Netto-Rendite (ca.) | ~1,78 % | 2,00 % | variabel |
| Sicherheit | Sondervermögen (unbegrenzt) | Einlagesicherung (100k) | Einlagesicherung (100k) |
| Zinsgutschrift | Täglich | Monatlich | Monatlich |
| Karte inklusive | Ja (Mastercard) | Ja (Visa) | Ja (Visa) |
| Aktionszins-Falle | Nein | Nein | Ja (läuft aus) |
Wie sicher ist UnitPlus? Sondervermögen vs. Einlagensicherung
So. Das ist der Punkt, an dem die meisten Leute stutzen. Und das zu Recht.
Bei einem normalen Tagesgeldkonto greift die Einlagensicherung: bis zu 100.000 Euro pro Person und Bank sind gesetzlich geschützt. Geht die Bank pleite, bekommst du dein Geld zurück. Klar geregelt, einfach zu verstehen.
Bei UnitPlus funktioniert das anders. Dein Geld liegt nicht auf einem Bankkonto, sondern in einem ETF. Und dieser ETF hat den Status eines Sondervermögen nach dem Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB). Das bedeutet: Dein Geld ist rechtlich vom Vermögen von UnitPlus, der Aion Bank und der Fondsgesellschaft getrennt. Selbst wenn alle drei pleite gehen, gehört dir dein Anteil am Fonds.
Für Beträge unter 100.000 Euro macht es praktisch keinen Unterschied. Beide Modelle schützen dein Geld. Aber ab 100.000 Euro wird das Sondervermögen-Modell attraktiver, weil es keine Obergrenze kennt. Wer 200.000 oder 500.000 Euro parken will, müsste bei klassischen Banken auf mehrere Institute verteilen. Bei UnitPlus nicht.
Ein Haken bleibt: Es gibt ein Kontrahentenrisiko. Der Geldmarkt-ETF basiert auf Swap-Geschäften, also Tauschverträgen zwischen Banken, bei denen eine Seite den Zins garantiert. Wenn dieser Swap-Partner ausfällt, also seine vertraglichen Pflichten nicht mehr erfüllen kann, könnte es theoretisch Verluste geben. In der Praxis ist das bei den verwendeten Partnern (BNP Paribas, DWS/Deutsche Bank) extrem unwahrscheinlich. Aber es ist nicht null.
Was Nutzer sagen
Ich hab mir die Bewertungen auf Trustpilot (503 Bewertungen, 4,4/5), Finanzfluss (34 Bewertungen, 4,8/5) und im App Store (4,6/5) durchgelesen. Und das Bild ist ziemlich einheitlich.
Was immer wieder gelobt wird:
- Schnelles Onboarding (unter 10 Minuten)
- Intuitive App
- Guter Kundenservice mit schnellen Antwortzeiten
- Weltweit kostenlose Kartenzahlung
- Tägliche Zinsgutschrift sichtbar in der App
Wo es Kritik gibt:
- Physische Karte kann Wochen dauern
- Kein Gemeinschaftskonto möglich
- Kein Kinderkonto
- Ein Nutzer berichtete von monatelangen Verzögerungen bei der Kontoschließung und unvollständiger Auszahlung
Dieser letzte Punkt hat mich stutzig gemacht. Nur ein einzelner Fall, klar. Aber kein gutes Zeichen. UnitPlus hat laut Trustpilot auf 100 Prozent der negativen Bewertungen geantwortet, was für den Support spricht. Aber trotzdem: Wenn du große Summen anlegst, würde ich erstmal mit einem kleineren Betrag testen.
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Kurzer Abstecher, weil es für Selbstständige und GmbH-Inhaber relevant ist. Und weil mich das Business-Produkt ehrlich gesagt überrascht hat.
UnitPlus bietet seit Mai 2024 eine eigene Business-Variante an. Die nutzt den Goldman Sachs Liquid Euribor 3M Fonds statt eines ETFs. Die Gebühren sind gestaffelt (0,20 bis 0,40 Prozent je nach Anlagesumme). Rendite liegt bei etwa 2,4 Prozent brutto. So weit kein Knaller. Aber der Clou für Unternehmen: Sondervermögen schützt auch über 100.000 Euro, was bei einer GmbH mit hohen Cashreserven schnell relevant wird.
Bastian Kunkel von Versicherungen mit Kopf hat UnitPlus Business getestet und nannte es "die mit Abstand beste Tagesgeld-Alternative für unsere GmbH." Kann ich nachvollziehen. Für eine GmbH mit 300.000 Euro auf dem Konto ist die Einlagensicherungs-Grenze ein echtes Problem. Sondervermögen löst das.
Die großen Vorteile
1. Kein Tagesgeld-Hopping mehr. Der Zins passt sich automatisch an den EZB-Leitzins an. Kein Aktionszins, der nach 3 Monaten abläuft. Kein Umziehen von Bank zu Bank.
2. Unbegrenzter Schutz. Sondervermögen hat keine 100.000-Euro-Deckelung. Und für größere Summen ist das ein echtes Argument.
3. Tägliche Zinsgutschrift. Der Zinseszinseffekt ist minimal größer als bei monatlicher Gutschrift. Aber seien wir ehrlich: Bei 50.000 Euro und 2,33 Prozent macht das über 10 Jahre circa 30 Euro Unterschied. Nicht die Welt.
4. Bezahlen direkt vom Anlagekonto. Kein Hin-und-Her zwischen Tagesgeld und Girokonto. Dein Geld arbeitet bis zum Moment der Zahlung.
Die ehrlichen Nachteile
1. Gebühren fressen Rendite. 0,55 Prozent klingen nach wenig. Aber bei einem Zinsumfeld von 2,33 Prozent ist das knapp ein Viertel deiner Brutto-Rendite. Bei einem kostenlosen Tagesgeldkonto zahlst du null. Und wer den gleichen Geldmarkt-ETF einfach selbst bei einem Broker kauft, spart sich die 0,50 Prozent Nutzungsgebühr komplett. Du bezahlst dann nur die ETF-Kosten (0,05 bis 0,10 Prozent). Das nervt, wenn man es weiss.
2. Keine klassische Einlagensicherung. Sondervermögen ist juristisch stark. Aber es ist nicht das Gleiche wie die Einlagensicherung, die die meisten Deutschen kennen und der sie vertrauen. Und das Kontrahentenrisiko beim ETF ist real, wenn auch klein.
3. Nur per App. Kein Webbrowser-Zugang, kein Telefonbanking, kein Desktop. Oder anders gesagt: Wer seine Finanzen am Rechner verwaltet, hat Pech.
4. Keine Gemeinschaftskonten, keine Kinderkonten. Für Familien ist das ein Ausschlusskriterium. Trade Republic und ING können das.
5. Auszahlungen dauern 2 bis 5 Werktage. Bei einem echten Tagesgeldkonto ist das Geld am nächsten Tag auf dem Girokonto. Bei UnitPlus müssen erst ETF-Anteile verkauft und der Erlös überwiesen werden.
Für wen lohnt sich UnitPlus als Tagesgeld-Alternative?
So, nach allem, was ich gelesen und durchgerechnet habe, sehe ich drei klare Zielgruppen:
Gruppe 1: Leute mit über 100.000 Euro Liquidität. Hier ist der unbegrenzte Schutz durch Sondervermögen ein echtes Argument. Statt das Geld auf drei Banken zu verteilen, parkst du es an einer Stelle.
Gruppe 2: GmbH-Inhaber und Selbstständige. UnitPlus Business mit gestaffelten Gebühren und Sondervermögen-Schutz ist attraktiv, wenn du hohe Cashreserven halten musst.
Gruppe 3: Tagesgeld-Hopping-Müde. Wer keine Lust hat, alle drei Monate den Anbieter zu wechseln, bekommt bei UnitPlus einen Zins, der automatisch dem Markt folgt. Der Preis dafür: 0,55 Prozent weniger Rendite als bei kostenlosen Alternativen.
Und für wen lohnt es sich nicht? Für Leute mit unter 100.000 Euro, die bereit sind, ein- bis zweimal im Jahr den Tagesgeld-Anbieter zu wechseln. Trade Republic mit 2,00 Prozent ohne Gebühren ist dann schlicht günstiger.
Steuern: Was du wissen musst
Da dein Geld in einem ETF liegt, gelten die Regeln für Kapitalerträge. Die Abgeltungssteuer (25 Prozent plus Soli plus ggf. Kirchensteuer) greift auf realisierte Gewinne. Bei Verkauf von ETF-Anteilen, also auch bei Kartenzahlungen, können steuerpflichtige Erträge anfallen.
Und die Vorabpauschale gilt ebenfalls. Das ist eine jährliche Steuer auf thesaurierende Fonds, die du auch dann zahlst, wenn du nichts verkaufst. Dazu kommt: Kartenzahlungen über UnitPlus lösen technisch einen ETF-Verkauf aus, der steuerlich relevant sein kann. Das übersehen viele.
Bei einem Tagesgeldkonto zahlst du Abgeltungssteuer auf die Zinsen. Fertig. Aber bei UnitPlus kann es steuerlich etwas komplizierter werden. Immerhin: Die ersten 1.000 Euro Kapitalerträge pro Jahr sind über den Sparerpauschbetrag steuerfrei. Bei 10.000 Euro auf dem ZinsPlus-Konto (circa 178 Euro Netto-Ertrag) zahlst du also erstmal gar keine Steuern.
Mein Rat: Sprich mit deinem Steuerberater, bevor du große Summen über UnitPlus laufen lässt. Gilt besonders für die Business-Variante. Wenn du mehr über Depot-Strategien und Musterdepots erfahren willst, schau dir unsere Vergleiche an.
↓ die Fragen, die am häufigsten gegoogelt werden
UnitPlus Erfahrungen: Häufige Fragen
Ist UnitPlus seriös?
Ja. UnitPlus (InnoInvest GmbH) ist ein BaFin-reguliertes Berliner Fintech, gegründet 2021. Partner sind UniCredit und Aion Bank. Das verwaltete Vermögen liegt über 100 Millionen Euro. Dein Geld ist als Sondervermögen geschützt, also rechtlich getrennt vom Firmenvermögen. Trustpilot-Bewertung: 4,4 von 5 bei über 500 Bewertungen.
Welche Bank steckt hinter UnitPlus?
UnitPlus kooperiert mit der UniCredit Bank und der belgischen Aion Bank für die Depotführung. Finax übernimmt die Portfolioverwaltung. Die Geldmarkt-ETFs kommen von BNP Paribas Asset Management und DWS. UnitPlus selbst ist kein Kreditinstitut, sondern ein regulierter Finanzdienstleister unter BaFin-Aufsicht.
Wie hoch sind die Zinsen bei UnitPlus?
UnitPlus ZinsPlus bietet aktuell 2,33 Prozent p.a. brutto (Stand April 2026). Nach Abzug der 0,50 Prozent Nutzungsgebühr und 0,05 Prozent Portfoliokosten bleiben etwa 1,78 Prozent netto. Die Zinsen werden täglich gutgeschrieben und orientieren sich am EZB-Leitzins. Bei Zinssenkungen sinkt auch die UnitPlus-Rendite.
Was ist besser als ein Tagesgeldkonto?
Geldmarkt-ETFs bieten ähnliche Sicherheit wie Tagesgeld, aber mit täglich angepassten Zinsen ohne Aktionszins-Fallen. UnitPlus ZinsPlus ist eine bequeme Variante davon. Nach Gebühren liegt die Netto-Rendite unter vielen kostenlosen Tagesgeldkonten. Für Beträge über 100.000 Euro ist das Sondervermögen-Modell attraktiver als die gedeckelte Einlagensicherung.
Ist mein Geld bei UnitPlus sicher?
Dein Geld ist als Sondervermögen geschützt. Das bedeutet: Es ist rechtlich getrennt vom Vermögen von UnitPlus, der Aion Bank und der Fondsgesellschaft. Selbst bei einer Insolvenz aller Beteiligten gehört dir dein Anteil. Dieser Schutz gilt unbegrenzt, also auch über 100.000 Euro. Es gibt allerdings ein kleines Kontrahentenrisiko beim ETF-Emittenten.
Mein Fazit
UnitPlus ZinsPlus ist ein solides Produkt mit einem klaren Konzept. Die App ist gut, die Idee mit der Mastercard ist clever. Und für Beträge über 100.000 Euro ist das Sondervermögen-Modell ein echter Vorteil.
Aber für die meisten Privatanleger mit normalem Notgroschen (sagen wir 10.000 bis 50.000 Euro) ist ein kostenloses Tagesgeldkonto bei Trade Republic oder der ING die bessere Wahl. Du bekommst mehr Netto-Rendite, hast die vertraute Einlagensicherung und brauchst keine ETF-Steuer-Logik im Kopf.
UnitPlus wird richtig interessant, wenn du:
- Mehr als 100.000 Euro parken willst, ohne auf mehrere Banken aufzuteilen
- Eine GmbH führst und hohe Liquiditätsreserven brauchst
- Keinen Bock mehr auf Tagesgeld-Hopping hast und den Komfort einer einzelnen Lösung schätzt
Wenn das auf dich zutrifft:
(Affiliate-Link | Werbung) Kontoeröffnung dauert unter 10 Minuten.
Und für mein eigenes Depot? Aktuell keine Option. Mein Notgroschen liegt unter 100.000 Euro, und ich hab kein Problem damit, einmal im Jahr den Tagesgeldanbieter zu checken. Mein Geld fliesst stattdessen in mein ETF-Musterdepot mit 5 Dividenden-ETFs. Aber ich behalte UnitPlus im Auge. Wenn die Gebühren sinken oder der Zinsvorteil wächst, kann sich das schnell ändern.
Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung im Sinne des §34f GewO. Alle genannten Zinssätze und Gebühren beziehen sich auf den Stand April 2026 und können sich ändern. Jede Investitionsentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und ggf. nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Ich halte aktuell keine Position bei UnitPlus.
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